Lehrberuf IT-Techniker

Kundenservice steht bei Re-Systems Service an erster Stelle. Doch auch Lehrlingen will der Tiroler IT-Dienstleister beste Bedingungen bieten. Deswegen stellt er ihnen nicht nur einen diplomierten Lehrlingsausbilder zur Seite, sondern lädt auch zum Schnuppern ein.

Gerade in der IT hat die Lehrausbildung enormes Potenzial, ist Markus Reitshammer überzeugt. Der Gründer und Geschäftsführer des Innsbrucker IT-Technik- Anbieters Re-Systems bildet im eigenen Unternehmen seit mehr als zehn Jahren selbst Lehrlinge aus. „Ein gut ausgebildeter IT-Lehrling ist Gold wert. Ein Studium hat natürlich genauso seine Daseinsberechtigung. Aber in unserem Beruf zählt nicht zuletzt Praxis. Und die kann man nicht durch Wissen, sondern eben nur durch ‚Machen‘ erwerben.“ Seinen Lehrlingen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, ist sowohl in deren als auch im Interesse des ausbildenden Unternehmens – insbesondere in einer Branche, die den Fachkräftemangel mehr als deutlich zu spüren bekommt.

Die beste Unterstüzung
Damit Re-Systems Lehrlingen nicht nur eine gut fundierte, sondern auch eine hervorragend betreute Ausbildung bieten kann, hat sich Reitshammer weitergebildet: Neben seiner Rolle als Geschäftsführer ist er seit 2010 auch der diplomierte Lehrlingsausbilder. „Das ist keine verpflichtende Ausbildung für Lehrbetriebe“, erklärt er. „Aber eine absolut empfehlenswerte.“ Dabei gehe es nur in zweiter Linie um das Diplom. Die Ausbildung, die beim Ausbilderforum Tirol berufsbegleitend absolviert wird, ist in eine Vielzahl unterschiedlicher Kurse gegliedert. „Und jeder davon ist ein Gewinn für den Ausbilder und das Unternehmen“, ist er überzeugt. Ein diplomierter Lehrlingsausbilder erwirbt Qualifikationen in Bereichen wie Führung, Kommunikation, und auch der Umgang mit Jugendlichen wird spezifisch geschult. „Die Lehre fällt oft in einen schwierigen Lebensabschnitt. Da muss man Empathie und Verständnis mitbringen. Und gerade diese Fähigkeiten werden geschärft.“

Lehrberuf IT- Techniker Markus Reitshammer

Nicht zuletzt deswegen ist es ein Bewertungskriterium für Unternehmen, die sich um das Zertifikat „Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb“ bewerben, einen diplomierten Lehrlingsausbilder im Team zu haben.

Frühe Entscheidungshilfe
Allerdings wird auch die beste Lehrausbildung keine Früchte tragen, wenn Lehrling, Betrieb und Lehrberuf nicht zusammenpassen. Um dem vorzubeugen, bietet Re-Systems, so wie die meisten anderen Lehrbetriebe auch, sogenannte Schnupperlehren an. In der Regel dauert die „Lehre zum Ausprobieren“ drei bis fünf Tage und dient vor allem dazu, Jugendlichen ein realistisches Bild des Berufs zu geben, für den sie sich interessieren. „Gerade im IT-Bereich haben viele eine falsche Vorstellung davon, was unsere Arbeit ausmacht“, erklärt der Lehrlingsausbilder. „Als IT-Techniker muss man zum Beispiel nicht nur Interesse an der Technologie mitbringen. Auch Kundenkontakt ist unser tägliches Brot. Und das ist nicht jedermanns Sache.“

Fast schon Pflicht
Deswegen legt der Lehrlingsausbilder besonderen Wert darauf, dass Schnupperlehrlinge in seinem Betrieb den Arbeitsalltag so realistisch und ungefiltert miterleben wie möglich. So können die potenziellen Lehrlinge sowohl den Beruf als auch das Unternehmen und die Mitarbeiter kennenlernen – ebenso wie der Lehrbetrieb den Lehranwärter. „Auch ob es menschlich passt, ist ein wichtiger Faktor auf beiden Seiten“, meint Reitshammer. Eine Garantie dafür, dass von Anfang bis Ende alles passt, sei eine Schnupperlehre natürlich nicht. Aber es helfe doch sehr, ein klareres Bild dessen zu bekommen, was einen Lehrling erwartet. Eine Schnupperlehre im Betrieb absolviert zu haben – egal, ob im Rahmen des Unterrichts oder in der schulfreien Zeit –, ist deswegen nahezu Voraussetzung, um als Lehrling bei Re-Systems unterzukommen. „Es ist keine Schande, zu merken, wenn man danebenliegt und sich einen Beruf anders vorgestellt hat“, versichert er. „Schon gar nicht, wenn man sich gleich zu Beginn die Möglichkeit gibt, das herauszufinden. Auch zu wissen, was man nicht will, ist enorm wichtig bei der Berufswahl.“
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