Tiroler Fachberufsschulen

Man bezeichnet die Lehre deshalb als duale Ausbildung, weil die Lehrlinge an zwei Lernorten – einerseits im Betrieb und andererseits in der Berufsschule – ausgebildet werden. Im Betrieb steht das „Learning by doing“ im Vordergrund. Der Schwerpunkt in der Berufsschule liegt beim berufsorientierten Fachunterricht, aber natürlich ist auch die Vermittlung von Allgemeinbildung ein wichtiger Teil. Damit erwirbt der Lehrling den für die Ausübung des Berufes notwendigen theoretischen Hintergrund und erweitert das Allgemeinwissen.

Für jeden Lehrberuf gibt es einen eigenen Lehrplan. Im Rahmen des Fachunterrichts werden die Lehrlinge auch praktisch in Werkstätten oder Labors ausgebildet. Berufsschullehrer und Berufsschullehrerinnen haben selbst eine Berufsausbildung in dem jeweiligen Beruf absolviert, verfügen über mehrjährige praktische Erfahrungen und sind fundiert pädagogisch ausgebildet. Der Besuch der Berufsschule ist für alle Lehrlinge verpflichtend. Die Berufsschulpflicht beginnt mit dem Eintritt in ein Lehrverhältnis und dauert bis zu dessen Ende.

Berufsschulen werden in unterschiedlichen Organisationsformen geführt:
  • Als ganzjährige Berufsschule mit mindestens einem vollen Schultag pro Woche
  • Als lehrgangsmäßige Berufsschule mit einem durchgehenden Unterricht von mindestens acht Wochen pro Jahr. Sollte die Berufsschule nicht in Tirol sein, sind die Lehrlinge im Internat untergebracht.
Die Berufsschule wird in Klassen geführt. Ein Beispiel: Bei einem dreijährigen Lehrberuf sind drei Klassen Berufsschule zu absolvieren. Der Lehrling besucht die Berufsschule des Schulsprengels, in dem sich der Lehrbetrieb befindet. Bei Lehrberufen mit wenigen Lehrlingen befindet sich diese Berufsschule unter Umständen in einem anderen Bundesland.
Weitere Infos zu den Tiroler Fachberufsschulen finden sich unter:
www.lehrausbildung.tirol


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